Bezirksjägermeister des
Bezirkes Eisenstadt-Umgebung
DI Peter Prieler ein 50er
Bezirksjägermeister DI Peter Prieler feierte Anfang November 2005 im Kreise
der Jägerschaft seinen 50. Geburtstag.
Von Jugend an bereits mit der Jagd verbunden, übt er in den letzten Jahren dieses schöne Handwerk als Jagdpächter bzw. Jagdleiter vornehmlich im Bezirk Oberpullendorf aus.
Seit Beginn der Funktionsperiode im Jahr 2002 als Bezirksjägermeister
des Bezirkes Eisenstadt-Umgebung tätig, sucht er von Anbeginn das direkte
Gespräch mit der Jägerschaft seines Bezirkes.
Dies ist ihm auch bereits in Form der von ihm ins Leben gerufenen „Bezirksjägerstammtische“
gelungen, bei denen sich die Jägerschaft über interessante und aktuelle
Themen, wie die Jagdgesetznovelle 2004, Greifvogel- und Rabenvogelerhebung
usw. informieren und darüber diskutieren kann.
Landesjägermeister wHR DI Friedrich Prandl überbrachte die Glückwünsche der burgenländischen Jägerschaft, bedankte sich bei ihm für seinen Einsatz zum Wohle der Jagd und wünschte ihm für die Zukunft vor allem Gesundheit und ein kräftiges Weidmannsheil.
Schwarzwildbejagung
Aufgrund der heuer wieder sehr starken natürlichen Eichenmast in den Waldrevieren,
ist derzeit eine Schwarzwildbejagung in den meisten Revieren stark erschwert.
Laut BJM DI Prieler ist aber auf Grund der hohen Population eine intensive
Bejagung vor allem von Frischlingen und Überläuferbachen unbedingt notwendig,
um die Schäden in der an den Wald angrenzenden Landwirtschaft möglichst
gering zu halten.
Straßentod
Kurz vor Beginn der Bockzeit 2005 fielen im Bezirk Eisenstadt zwei Böcke
dem Straßentod zum Opfer, die von der Trophäenbewertungskommission des
Bezirkes als Bock der Klasse II bzw. als Bockkitz klassifiziert wurden.
Dass es sich bei beiden Stücken um für ihr Alter starke Zukunftsböcke
handelt, muss angesichts dieser Bilder nicht betont werden.
![]() |
![]() |
| Tragödie im Weingarten
Drähte, welcher Art auch immer, sorgen immer wieder für Leid an Wildtieren in unseren Revieren. Im Oktober 2005 wurde die Jägerschaft der Genossenschaftsjagd Klingenbach in einen Weingarten gerufen, in dem sich ein Hirsch im Spanndraht der Weinreben hoffnungslos verfangen hatte. Der noch lebende, stark abgebrunftete Hirsch wurde mit einem Fangschuss von seinem Leiden erlöst. Der etwa 8-9-jährige ungerade 18-Ender wog aufgebrochen 145 kg, die Trophäe 9,40 kg. |
![]() |
Hubertusmesse in Hornstein
Die
Jagdgesellschaft Hornstein hat am 1. Oktober 2005 bei der Hubertuskapelle
ihre traditionelle Hubertusfeier abgehalten. Bei strahlendem Sonnenschein
konnten viele JägerInnen und Gäste gemeinsam die Hubertusmesse feiern,
die von den Jagdhornbläsern Leithaprodersdorf und vom Singkreis Hornstein
musikalisch gestaltet wurde. Im Anschluss lud die Jagdgesellschaft Hornstein
zu einem gemütlichem Beisammensein mit Wildspezialitäten und Wein ein.
Neben dem religiösen Aspekt und dem Erntedank kam bei dieser Feier die
Kommunikation zwischen Jägern und Wild- und Naturliebhabern nicht zu kurz.
Erntedank
Am
18. September 2005 fand unter großer Beteiligung der Ortbevölkerung in
St. Margarethen das traditionelle Erntedankfest statt. Vertreten war dabei
auch wieder die örtliche Jagdgesellschaft mit einem Erntedankwagen, den
die Familie Hans, Gerlinde und Jürgen Schindler mit viel Geschick gestalteten.
Der Reinerlös dieses Wagens in der Höhe von rund EUR 1.000,-, der sich
aus dem Los- und Wildwurstverkauf ergab, kommt dem Pfarrkindergarten zugute.
Schießveranstaltungen
2005 - Ergebnisse
Im Frühjahr 2005 wurden in allen 7 Bezirken die Bezirksmeisterschaften
im Jagdlichen Schießen abgehalten ... Ergebnisse hier ...
mehr
Bezirksjagdtag des Jagdbezirkes Eisenstadt
Am
23. April 2005 fand unter der Leitung von BJM DI Peter Prieler der 56.
Bezirksjagdtag des Jagdbezirkes Eisenstadt statt. Trotz schönstem Arbeitswetter
füllten zahlreiche Jägerinnen und Jäger die Mehrzweckhalle in Müllendorf,
wo bereits ab 12 Uhr für leibliches Wohl gesorgt war. Nach Eröffnung und
der Begrüßung der Ehrengäste aus Politik und Jagd sowie der Jägerinnen
und Jäger des Bezirkes durch BJM DI Peter Prieler folgte das Referat von
Bezirkshauptfrau wHR Dr. Franziska Auer.
Anschließend
folgte der ausführliche Bericht des Bezirksjägermeisters mit der Jagdstatistik
des vergangenen Jagdjahres. Nach den Berichten der Bezirksreferenten und
den Ehrungen langjähriger Mitglieder des Burgenländischen Landesjagdverbandes
referierte Landesjägermeister- Stellvertreter DI Helmut Ringl zum Thema
„Neues Jagdgesetz“. Für die musikalische Umrahmung des Bezirksjagdtages
sorgte wie immer die JHBG „Eisernes Tor“ aus Eisenstadt.
Jubiläumsfeier Hubertuskapelle Zagersdorf
Am
Pfingstmontag, 16. Mai 2005, feierte die JG Zagersdorf das 10-jährige
Bestehen ihrer Hubertuskapelle mit der hl. Messe zelebriert von Pfarrer
Zeljko Odobasic. Die vor dem malerischen Hintergrund des Wulkatales gefeierte
Eucharistiefeier wurde durch die JHBG „Eisernes Tor“ aus Eisenstadt musikalisch
umrahmt.
Der Einladung zur hl. Messe mit anschließender Agape folgten die Ehrengäste
der Bürgermeister Helmut Zakall, LJM wHR DI Friedrich Prandl, BJM DI Peter
Prieler, BJM-Stv. Karl Simon, EBJM Franz Schuster sowie die Hegeringleiter
des Bezirkes, die Pächter der Nachbarreviere sowie zahlreichen NichtjägerInnen.
Das anschließende Beisammensein bei Speis und Trank nutzen zum einen viele
Nichtjäger und Jäger zur Diskussion aktueller Themen, womit wieder einmal
ein wichtiger Beitrag zum gegenseitigen Verständnis geleistet wurde.
Zum anderen nutzten viele Jagdkollegen die Möglichkeit mit den Spitzen
des Bezirkes und des Verbandes fachliche Diskussionen zu führen.
Jungjägerprüfung
Die diesjährige Jungjägerprüfung und Jagdhüterprüfung des Jagdbezirkes Eisenstadt fand am 4. Mai bei den Magistraten Eisenstadt und Rust sowie am 9. Mai 2005 bei der Bezirkshauptmannschaft Eisenstadt-Umgebung statt. Die Jagdhüterprüfung haben alle 5 angemeldeten Personen bestanden. Von 18 angetretenen Personen haben 2 Jungjägerinnen und 10 Jungjäger die Prüfung bestanden und können nun ihre erste burgenländische Jagdkarte lösen. Wir gratulieren herzlich und wünschen ein kräftiges Weidmannsheil.
Schießwesen
Am 5. Mai 2005 stellte der Bezirksschießreferent Kurt Flasch bei einem Trainingsschießen im Sportschießstadion Steinbrunn anderen JägerInnen sein Wissen und Können zur Verfügung. Unter seiner fachmännischen Anleitung wurden von zahlreichen Jägerinnen und Jägern des Bezirkes Trainingstauben beschossen. Bei Bedarf kann von Gruppen oder Jagdgesellschaften mit dem Bezirksschießreferenten ein Termin für ein Trainingsschießen vereinbart werden (Kurt Flasch 0664/103 30 78). Für Herbst 2005 ist ein Hegeringschießen vorgesehen.
Jagdhundewesen
Bezirkshundereferent Ing. Georg Oktabec hat gemeinsam mit Johann Dobrovits einen Hundeführerkurs zur fachgerechten jagdlichen Ausbildung des Junghundes erfolgreich abgehalten. Die Hundeführer bedanken sich sehr herzlich für diese Unterstützung.
Am 23. April wurde Ing. Nikolaus Reinprecht aus Eisenstadt zum Präsidenten des österreichischen Magyar Vizsla Vereines gewählt. Wir gratulieren recht herzlich!
Informationen
Aus den Hegeringen
Hegering I:
Bei der Hegeringsitzung am 30.1.2005 wurde beschlossen, die sich bereits
jahrelang bewährte freiwillige Schonung des Schwarzwildes fortzuführen.
Die freiwillige Schonung des Schwarzwildes im Hegering I gilt vom 1. Feber
bis zum 30. April 2005.
Hegering III:
Bei der Hegeringsitzung am 27.1.2005 präsentierte Hegeringleiter
Manfred Wernhart die hegeringweiten Abschusszahlen für Rot-, Reh-,
Muffel- und Schwarzwild. Im abgelaufenen Jagdjahr wurden erstmals fast
600 Stück Schwarzwild zur Strecke gebracht. Um eine Entwicklung des
Nachwuchses in Ruhe zu gewährleisten und Fehlabschüsse führender
Bachen hintanzuhalten, wurde von 9 Revieren eine freiwillige Schonung
des Schwarzwildes vom 1. Feber bis zum 30. Feber 2005 beschlossen. Um
in die Bestandesentwicklung des Schwarzwildes regulierend einzugreifen,
sollte danach sofort mit einer intensiven Bejagung, vor allem der weiblichen
Stücke des Vorjahres (Überläuferbachen) begonnen werden.
Das Rotwild entwickelt sich im Hegering gut. Für das Rehwild zeigt
sich einmal mehr, dass je nach Revier eine unterschiedliche Bewirtschaftung
notwendig ist, da in den Feldrevieren die Bestände wesentlich angestiegen
sind. Bei Muffelwild sollte, um die in den letzten Jahren durchgeführte
Bestandesreduktion fortzusetzen, nun auch wieder mehr männliche Stücke
erlegt werden.
Hegering IV:
In der vom Bezirksjägermeister-Stellvertreter Hegeringleiter Karl
Simon am 10.2.2005 einberufenen Hegeringsitzung des Hegering IV berichteten
einige Reviere von bis zu 50 % Straßentod beim Rehwild. Straßentod
ist leider in ganz Österreich zwar im Zunehmen, diese Höhe wird
in den betroffenen Revieren aber mit Sorge registriert. Obwohl die Reviere
bereits in Eigeninitiative über einen längeren Zeitraum die
bisher üblichen Mittel gegen den Straßentod zur Anwendung gebracht
haben, war der Prozentsatz an KFZ-verunfalltem Wild nach wie vor besonders
hoch.
Beim Rotwild konnte positiv vermerkt werden, dass dieses aufgrund der
hegeringweisen Freigabe des Abschusses beinahe zu 100% erlegt werden konnte.
Auch die positive Stimmung und konstruktive Zusammenarbeit im Hegering
wurde gelobt und dem Hegeringleiter Bezirksjägermeister-Stellvertreter
Karl Simon dafür Dank ausgesprochen.
Veterinärmeldungen aus dem Bezirk:
Beim Fuchs ist derzeit nicht die Räude das Problem sondern der Vormarsch
des Fuchsbandwurmes. Von den zur Untersuchung eingesandten Füchsen
sind bereits 1/4 bis 1/3 mit Fuchsbandwurm befallen. In diesem Zusammenhang
wird erneut auf die Prämie für eingesendete Füchse hingewiesen.