Die Jagd ist heute eine sinnvolle, auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Nutzung natürlicher Reserven. Zusammen mit der Hege sichert sie in der Kulturlandschaft nicht nur die Lebensgrundlagen der jagdbaren, sondern aller freilebenden Tiere. Eine pflegliche und gewissenhafte Jagd entnimmt vor allem den Überschuss, sowie den Anteil an kranken und alten Stücken und gefährdet nicht den Fortbestand einer Wildart. Das Jagdrecht ist in Österreich nach dem föderalistischen Prinzip Ländersache und grundsätzlich an das Eigentum von Grund und Boden gebunden.
Wer darf jagen und wer jagt im Burgenland?
Jagen kann nur, wer im Besitz einer gültigen burgenländischen Jagdkarte ist. Diese wird nach Ablegung einer strengen amtlichen Jagdprüfung, bei der auch der Umgang mit der Jagdwaffe eine entscheidende Rolle spielt, ausgestellt.
Die Statistik weist für das Jahr 2010 6.847 Jagdkarteninhaber aus, wovon rund 6,5 % Ausländer sind.
Jagdkarteninhaber 2010 nach Berufsgruppen 
Im Burgenland wird die Jagd auf einer Fläche von rund 367.000 ha ausgeübt (reine Jagdfläche). Davon entfallen 280.000 ha (76 %) auf Genossenschaftsjagdgebiete und 87.000 ha (24 %) auf Eigenjagdgebiete.
An Jagdrevieren gibt es 332 Genossenschaftsjagden und 158 Eigenjagden. Nur knapp 5 % aller Reviere sind an Ausländer verpachtet. Die durchschnittliche Reviergröße beträgt 800 ha. Die flächenmäßig größten Reviere befinden sich im nördlichen Burgenland.
Die wirtschaftliche Bedeutung der Jagd
Der jährlich meist wertgesicherte Jagdpachtbetrag im Burgenland beträgt rund € 6,7 Millionen. Dieser kommt den Grundeigentümern direkt zu Gute oder wird für den Ausbau des land- und forstwirtschaftlichen Wegenetzes oder für die Schaffung von Bodenschutzanlagen u.ä. verwendet. Im Jagdjahr 2010 wurden im Burgenland rund 1.000 Stück Rotwild, 21.400 Stück Rehwild, 9.700 Stück Schwarzwild (Wildschweine), 250 Muffelwild und 85 Stück Damwild, sowie 29.100 Hasen, 26.100 Fasane, 19.900 Wildenten und 1.700 Wildgänse erlegt. Der Wert des Wildbrets allein beträgt rund € 2,2 Millionen pro Jahr. Außerdem kamen ca. 4.300 Füchse, 600 Dachse und 1.700 Marder zur Strecke.
Die jährlichen Gesamtaufwendungen für die Jagd im Burgenland betragen rund € 25,8 Millionen.