• Der BLJV
    • Info über den Verband
    • Organe des BLJV
    • Vorstand/Funktionäre
    • Landesgeschäftsstelle
  • Bezirksgeschäftsstellen
    • Neusiedl
      • Funktionäre
      • Jagdbezirk
      • Aus dem Bezirk
    • Eisenstadt
      • Funktionäre
      • Jagdbezirk
      • Aus dem Bezirk
    • Mattersburg
      • Funktionäre
      • Jagdbezirk
      • Aus dem Bezirk
    • Oberpullendorf
      • Funktionäre
      • Jagdbezirk
      • Aus dem Bezirk
      • Schießplatz im Bezirk
    • Oberwart
      • Funktionäre
      • Jagdbezirk
      • Aus dem Bezirk
    • Güssing
      • Funktionäre
      • Jagdbezirk
      • Aus dem Bezirk
    • Jennersdorf
      • Funktionäre
      • Jagdbezirk
      • Aus dem Bezirk
  • Sachgebiete
    • Jagdhundewesen
    • Jagdliches Brauchtum
    • Natur- und Umweltschutz
    • Niederwild
    • Öffentlichkeitsarbeit
    • Schalenwild
    • Schießwesen
    • Veterinärwesen
    • Wild- und Straße
  • Termine
  • Aus- und Weiterbildung
  • Aktuelles
    • 2012
    • Archiv 2011
    • Archiv 2010
    • Archiv 2009
    • Archiv 2008
    • Archiv 2007
  • Bgld. Jagdkarte
    • Gesetzl. Bestimmungen
    • Jahreskarte
      • Erstausstellung
      • Verlängerung
    • Jagdgastkarte
    • Kosten
    • Versicherungspaket
  • Informationen
    • Schusszeiten
    • Mondkalender
    • Tage der Jagdruhe
    • Die Jagd im Burgenland
  • Jagdstatistik
  • Recht und Gesetze
    • Jagdrecht Burgenland
    • Fachartikel
  • Downloads
  • Fotos und Videos
    • BLJV Fotogalerie
    • BLJV Videos
  • Interessierte an
    Jagd und Natur
    • Jagd und Naturschutz
    • Wirtschaftsfaktor Jagd
    • Heimische Wildarten
    • Heiteres
    • Kochrezepte
  • Links
  • Online-Shop
  • Presse
  • www.werkstatt-natur.at

 


Sie sind hier:
  • Startseite
    • Informationen - Aktuelles
      • CIC und FACE Positionspapier "Vogelgrippe"

Gemeinsames Positionspapier vom 9. September 2005

„Vogelgrippe -
ihre Bedeutung hinsichtlich
der Erhaltung von Wildvögeln
und die Rolle der Jagd“

Das Vogelgrippe-Virus (AI) ist dafür bekannt, ansteckende Todesfälle bei einheimischem Geflügel sowie bei Wildvögeln zu verursachen. Über sein Vorkommen ist aus verschiedenen Teilen der Welt berichtet worden.

Aufgrund der Tatsache, dass sich gezeigt hat, dass der hoch-pathogene Virenstamm HP-H5N1 in der Lage ist, Menschen zu infizieren und dies in verschiedenen südost-asiatischen Ländern seit 1997 bereits getan hat, wurde seit Mitte der 90er-Jahre den Ausbrüchen der AI erhöhte Aufmerksamkeit gewidmet. Vor kurzem wurde der HP-H5N1- Stamm in Geflügel und Wildvögeln in Süd-West-Sibirien entdeckt, weit weg von den Orten, in denen er zuvor gefunden wurde (China und Süd- Ost-Asien), was auf eine bedeutende, westwärts gerichtete Bewegung des Virus hinweist.

Die Tatsache, dass Zugvogelarten, wie z. B. Enten, Gänse, Kormorane und Möwen infiziert wurden, weist auf die theoretische Möglichkeit hin, dass Zugvögel als Reservoir und - neben anderen Überträgern - als möglicher Ursprung der Verbreitung des H5N1-Virus über weite Strecke dienen.

AI kann zu einer bedeutsamen Sterblichkeit innerhalb der Wildvogelpopulationen führen (ökologischer Aspekt) und hat schwer wiegende Folgen für die kommerzielle Produktion einheimischen Geflügels (ökonomischer Aspekt).

Weiter stellt der H5N1-Stamm eine ernstzunehmende potentielle Gefahr für Menschen dar (Aspekt der öffentlichen Gesundheit). Es besteht daher die unbedingte Notwendigkeit für Beteiligte und Gruppen auf allen Ebenen die Situation zu beobachten, um die Ausdehnung festzustellen und einzuschätzen und dort, wo es notwendig ist, angebrachte Maßnahmen zur Verringerung der Ansteckungsgefahr durch AI zu treffen. Die WHO, FAO, OIE und die EU beobachten bereits genau die Situation, und andere Organisationen und Institutionen - insbesondere Wetlands International,BirdLife International, die AEWA und CMS Sekretariate sowie der CIC (unterstützt durch FACE) - nehmen an diesem Prozess teil.

Die Situation kann derzeit wie folgt zusammengefasst werden:

  1. Es gibt keine bestätigten Fälle des Ausbruchs von AI HP-H5N1 westlich des Urals.
  2. Es gibt keinen direkten Hinweis darauf, dass Zugvögel die Überträger zur Ausweitung der Krankheit sind. Wildvögel können vielmehr als Opfer anstatt als Bedrohung betrachtet werden.
  3. Einige europäische Länder haben Schritte in Richtung Verbot oder Einschränkung der Geflügel-Freilandhaltung unternommen, um das Infektionsrisiko durch Wildvögel zu reduzieren.
  4. Die EU und ihre Mitgliedstaaten sind alarmiert und intensivieren die Überwachung und Beobachtung, erachten aber generell das Risiko, dass Wildvögel AI nach Europa bringen, für gering bis niedrig.
  5. CIC, FACE und andere beteiligte Gruppen mit besonderem Interesse an Wildvögeln sind alarmiert und verfolgen fortlaufend die Lage.

Die CIC Zugvogel-Kommission beteiligt sich (ebenso in Vertretung der FACE) an einer internationalen Task Force (zusammen mit Wetlands International, AEWA, CMS, RAMSAR und BirdLife International) mit der unmittelbaren Zielsetzung:

  • Die Situation zu überwachen;
  • geeignete Forschung und Beobachtung anzuregen;
  • qualifizierte Informationen über die Rolle von Wildvögeln in der AI Epidemiologie zu sammeln;
  • zu vermeiden, dass Wildvögel unberechtigterweise verantwortlich gemacht werden und verhindern, dass ungerechtfertigte Maßnahmen getroffen werden, die die nachhaltige Nutzung von Vögeln und ihrer Lebensräume beschränken oder verbieten;
  • Jäger als qualifizierte Beteiligte auf allen Ebenen zu positionieren.

Was können Jäger und ihre Organisationen tun?

  1. Derzeit scheint es für Jäger keinen Grund zu geben, sich übermäßig Sorgen um die geringe Infektionsgefahr durch die Behandlung oder den Verzehr von erbeuteten Vögeln zu machen. Jagd kann daher im Allgemeinen wie bisher fortgeführt werden. Jägern wird jedoch empfohlen, jede Regelung oder jeden Rat seitens der relevanten Behörden hinsichtlich der Infektions- oder Verbreitungsgefahr von AI zu befolgen.
  2. Durch ihre Tätigkeiten im Freien können Jäger helfen, mögliche Todesfälle aufzuspüren oder umgehend über Vögel mit abnormem Verhalten oder jeden anderen Hinweis auf eine Infektion zu berichten sowie Proben von erbeuteten Vögeln für offizielle Überwachungsprogramme zur Verfügung zu stellen.
  3. Auf nationaler Ebene sollten Jagdorganisationen auf relevante Behörden einwirken und sie wenn möglich unterstützen, die Überwachung, Forschung und grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu intensivieren sowie angemessene Verfahren zur Begegnung der Situation zu entwickeln.

CIC und FACE werden weiterhin beobachten, wie sich die generelle AI-Situation entwickeln könnte und internationale Koordination und Bereitstellung von Ressourcen für geeignete Forschung und Überwachung sicherstellen.

Niels KANSTRUP
Präsident der CIC Zugvogel-Kommission

Yves LECOCQ
Generalsekretär der FACE

Burgenländischer Landesjagdverband, Bahnstraße 43/2/8, A-7000 Eisenstadt
Telefon: 02682/66 878, Fax: 02682/66 878-15, E-Mail:info@bljv.at
© BLJV 2002-2012 | letzte Änderung: 2012-01-13 | webdesign: comXtech