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      • Babesiose bei Hunden

Vermehrtes Auftreten der Babesiose bei Hunden
Dr. Peter KARALL, Amtstierarzt

Nach einem leichten Rückgang im Jahre 2004 ist heuer wieder ein verstärktes Auftreten der Babesiose bei Hunden festzustellen. Im heurigen Herbst erkrankten an dieser heimtücken Krankheit vor allem im Bereich Zurndorf - Nickelsdorf - Deutsch Jahrndorf im nördlichen Burgenland zahlreiche Hunde, die meisten davon waren Jagdhunde.

Bei der Babesiose handelt es sich um eine schwere, lebensgefährliche Erkrankung, der vor allem Hunde, Rinder und Pferde zum Opfer fallen können. Die Erreger - Babesien - werden von Zecken auf das Tier übertragen und zerstören die roten Blutkörperchen des Wirtstieres. Die Hauptsymptome sind blutiger, dunkler bis orangefarbener Urin, Mattigkeit und sehr hohes Fieber. Der Tod kann innerhalb von 24 bis 48 Stunden eintreten.

Wie kann man sich dagegen wehren?
In Frankreich gibt es einen Impfstoff gegen die Babesiose, der jedoch nur nach einer Sondergenehmigung durch das Gesundheitsministerium importiert werden darf.

Obendrein hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass es bei ca. 40 % der geimpften Hunde zu Impfdurchbrüchen kam, das heißt, dass ein Teil der geimpften Hunde dennoch an Babesiose erkrankte.

Seit einiger Zeit gibt es ein äußerst
wirksames Medikament gegen diese
Zeckenkrankheit namens Carbesia.
Wichtig ist eine eindeutige Diagnose
mit einer entsprechenden Untersuchung
des Blutes. Nach ein bis zwei
Injektionen ist in den meisten Fällen
der befallene Hund wieder gesund.

Als wichtige Vorbeugemaßnahme
muss aber eindringlich auf eine wirksame
Zeckenbekämpfung hingewiesen
werden.


Das Absuchen des Hundes auf Zecken
sollte nach jedem Aufenthalt im Revier
eine Selbstverständlichkeit sein, und
gemäß der alten Weisheit, dass Vorbeugen
besser ist als Heilen, sollte man
in gefährlichen Gebieten auf keinen
Fall auf die Anwendung eines wirksamen
Zeckenmittels verzichten. Dieses
gibt es in Form von Halsbändern
oder „Spot-on“-Präparaten, wobei
man unbedingt darauf achten sollte,
dass es sich um medizinische Präparate
handelt, gegen die es noch keine Resistenzen
von Seiten der Zecken gibt.

Burgenländischer Landesjagdverband, Bahnstraße 43/2/8, A-7000 Eisenstadt
Telefon: 02682/66 878, Fax: 02682/66 878-15, E-Mail:info@bljv.at
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