Resolution der Landesjägermeisterkonferenz
vom 24. Oktober 2005
Thema: Geflügelpest und Wildtiere
Der Genuss von Fasan, Rebhuhn,Wildente und Wildgans ist unbedenklich!
| In diesen Tagen beginnt in den heimischen Niederwildrevieren die jagdliche Ernte. In ganz Österreich kommen Feldhasen, Fasane, Rebhühner, Wildenten und Wildgänse auf die bunten Strecken. Österreichs Landesjagdorganisationen betonen im Zuge der aktuellen Diskussion über die vorbeugenden Maßnahmen betreffend die Geflügelpest (Vogelgrippe), dass der Genuss von heimischem Flugwild (Federwild) unbedenklich ist. Diese Empfehlung stützt sich auf fachgutachtliche Aussagen namhafter Wissenschafter aus dem Bereich der Virologie und der Wildtierbiologie. „Der Verzehr von richtig zubereitetem Federwild (etwa Fasan oder Wildente) ist aus medizinischer Sicht für Menschen unbedenklich, da bei einem Erhitzen von über 70° C, selbst bei einem infizierten Tier, die Viren nicht überleben und somit auch nicht auf einen Menschen, der das Wildfleisch zu sich nimmt, übertragen werden könnten“, so der Spezialist für Virologie, Univ.Prof. Dr. Helmut Mittermayer vom Institut für Hygiene, Mikrobiologie und Tropenmedizin vom Krankenhaus der Elisabethinen Linz. |
„Wir konzentrieren unsere Überwachung der nun ankommenden Zugvögel auf jene Gebiete, wo die Geflügelpest - falls sie tatsächlich durch Zugvögel eingeschleppt werden sollte - am ehesten auftreten würde“, so Univ.Prof. Dr. Walter Arnold vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Vet.Med. Universität Wien. „Es liegt kein Grund vor, die Bejagung oder die Direktvermarktung von Fasan, Rebhuhn und Co einzuschränken oder gar einzustellen, da Wildbret nach wie vor jeglichen Qualitätsstandard erfüllt“, fasst Ök.Rat Hans Reisetbauer aus Oberösterreich, geschäftsführender Landesjägermeister 2005, die diesbezügliche Meinung aller Landesjägermeister zusammen. Die Jäger werden daher aufgerufen, bei den kommenden Niederwildjagden von den bewährten Abläufen nicht abzugehen. |