Winterbälge von Raubwild - ein hochwertiges Pelzprodukt
Nach Mitteilung der Wirtschaftskammer Österreich, Bundessparte Gewerbe und Handwerk, bleibt in Österreich ein erhebliches Potential an wertvollsten Pelzen, welche im Zuge der Raubwildregulierung anfallen, größtenteils ungenutzt.
Dabei handelt es sich bei den Winterbälgen des Raubwildes um hochwertigstes Rohmaterial für die Fertigung von Kleidungsstücken, wie Mäntel, Jacken, Kopfbedeckungen, aber auch für Bedarfsgegenstände des Jägers, wie z.B. die Fütterung von Ansitzmänteln, -säcken und vielem mehr.
Allein in Österreich fallen jährlich in etwa 56.000 Füchse, 25.000 Marder und 6.000 Iltisse an, wenn diese auch nicht alle in den Wintermonaten erlegt werden, wo der Balg für die Weiterverarbeitung als Pelz geeignet ist.
Aus wirtschaftlicher Sicht ist es bedauerlich, wenn die Winterbälge nicht weiterverarbeitet werden, erzielen doch Füchse bei internationalen Auktionen Preise bis zu EUR 60,– pro Stück. Es sei auch darauf hingewiesen, welch hochwertiges Rohmaterial bei der Regulierung des Raubwildes anfällt, wenn die erlegten Füchse, Marder usw. fachgerecht weiterverarbeitet werden.
Dazu stehen in Österreich ca. 30 Gerberbetriebe und 180 Meisterkürschner zur Verfügung.
Für jeden Jäger ist es zumindest eine Überlegung wert, ob er sich nicht die Mühe macht, wenn er das nächste Mal einen Winterfuchs erlegt, diesen fachgerecht abzubalgen, dass Fell gerben zu lassen, einige Stücke zu sammeln und daraus ein hochwertiges Pelzprodukt herstellen zu lassen!