CIC-Presseerklärung
Jäger für …… vernünftigen Umgang mit Großraubtieren
Der Internationale Rat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) hat sich an seiner 54. Generalversammlung in Belgrad für eine vertiefte und rationale Bearbeitung der Probleme mit den Großraubtieren (Braunbär,Wolf, Luchs usw.) ausgesprochen: Am Vorkongress-Symposium „Koexistenz von Großraubtier und Mensch: Gefahr oder Mehrwert?“ wurde in über zwanzig Referaten die aktuelle Situation der einzelnen Arten in den verschiedenen Regionen Europas einschließlich Russlands und des Balkans dargestellt. Fazit: Der vernünftige Umgang mit Großraubtieren beruht auf Forschung, Monitoring, Schadensverhütung und fairer Entschädigung.
Behördenvertreter und Wissenschafter waren sich einig, dass die Mitarbeit der Jäger an der Wildforschung unentbehrlich ist, weil sie häufiger als andere in den Jagdgründen unterwegs sind und ein wertvolles Bindeglied zur einheimischen Bevölkerung darstellen.
Das Symposium gelangte zu folgender Schlussfolgerung: „Jagd ist die traditionelle und am weitesten verbreitete Methode, um die Zahl der Raubtiere unter Kontrolle zu halten. In vielen, aber nicht in allen Fällen ist die Jagd durchaus vereinbar mit der Arterhaltung, vorausgesetzt, dass sie Teil eines Wildmanagement-Plans ist und dass alle Beteiligten die Zusammenhänge zwischen Populationsdynamik und Sozialstrukturen der einzelnen Tierarten verstehen.“
Anhand zahlreicher Beispiele - vor allem der Fall des Bären „Bruno“ im deutsch-österreichischen Grenzgebiet - wiesen die Referenten nach, dass die archaische Angst der Menschen vor Wolf, Bär und Luchs keineswegs ausgestorben ist und dass diese Arten in der übernutzten Landschaft und naturfernen europäischen Zivilisation extrem widersprüchlich wahrgenommen werden.
Wie Umfragen bestätigen, begrüßt die große Mehrheit die Rückkehr der Großraubtiere und fordert deren Schutz. Zugleich kommt es zu Ausbrüchen unkontrollierter Angst, wenn solche Großraubtiere Schäden anrichten oder tatsächlich oder vermeintlich bedrohlich wirken. Dieter Schramm, Präsident des CIC, fasste das Paradox in einem Satz zusammen: „Großraubtiere sind am beliebtesten bei den Leuten, die nichts mit ihnen zu tun haben.“
Die hauptsächlichen Konflikte zwischen Mensch und Großraubtieren entstehen wegen der Schädigung von Lebensräumen, aber auch wegen der Konkurrenzierung der Jäger und treten dort auf, wo man den Umgang mit Großraubtieren nicht mehr gewohnt ist.
Traditionelle Kulturtechniken wie Behirtung, Herdenschutzhunde und nächtliche Einschließung der Herden haben sich als die besten Maßnahmen erwiesen, um die Schäden zu minimieren.
Dagegen haben anti-jagdlich inspirierte Ausfälligkeiten aus naturfernen, städtischen Bevölkerungskreisen nur die Wilderei begünstigt und damit einen fatalen Einfluss auf die Arterhaltung ausgeübt.
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