Zu Beginn des Jagdjahres
Werte
Weidkameradinnen und Weidkameraden!
Die Tage werden länger und der Frühling steht bald vor der Tür; die Natur beginnt aus der Winterruhe zu erwachen. Der Schnepfenstrich lockt uns wieder aus dem Haus ins Revier. Diese besondere Form der Jagdausübung hat nicht nur eine lange Tradition, sondern stellt auch heute für viele Jäger einen Höhepunkt im Jagdjahr dar. In Österreich werden Schnepfen kaum zum Verkauf angeboten; sie stehen fast ausschließlich auf der Speisekarte der Jägerschaft. Das traditionelle Schnepfenessen gehört in vielen Jagdgesellschaften zum festen Bestandteil im Jagdjahr. Wir sind privilegiert, dass wir diese Delikatesse genießen dürfen.
Jetzt ist auch wieder die Zeit, über unsere Reviereinrichtungen nachzudenken und diese auszubessern, neue zu errichten und alte, nicht mehr gebrauchte Einrichtungen, zu entfernen. Wir müssen sicherstellen, dass auch Jagdfremde nicht zu Schaden kommen können. Wir müssen uns aber nicht nur um die praktische Seite sorgen, sondern auch ob wir unsere Reviereinrichtungen der Landschaft angepasst bauen. Bedenken wir, dass unsere Reviereinrichtungen letztendlich auch Visitenkarten der Jagdausübung darstellen.
Im Frühjahr halten wir auch Rückblick auf das vergangene Jagdjahr. In allen Bezirken finden Hegeschauen und Bezirksjagdtage statt. Alle Jägerinnen und Jäger sind aufgerufen, diese Versammlungen zu besuchen, Informationen aus erster Hand zu erhalten und so öffentlich auch ein Bekenntnis zur Jagd zu geben. Neben dem offiziellen Teil stellt der Bezirksjagdtag ebenso einen beliebten Treff punkt und eine Kommunikationsmöglichkeit der Jägerschaft dar.
Wie wichtig die Öffentlichkeitsarbeit ist, haben wir oft genug betont und daher wollen wir das Jubiläumsjahr 2009 auch verstärkt für ein öffentliches Auftreten nutzen. Begonnen wurde die Reihe der Festveranstaltung „60 Jahre Burgenländischer Landesjagdverband“ auf der JAS POWA, wo der Messestand des Burgenländischen Landesjagdverbandes Treff punkt der Jäger war. Man konnte Informationen über die Jagd im Burgenland und unsere „Werkstatt Natur“ erhalten, aber auch persönliche Anliegen vorbringen und zum großen Teil auch direkt vor Ort erledigen.
Die nächste Veranstaltung aus Anlass „60 Jahre BLJV“ ist der ORF-Frühschoppen am 24. Mai 2009, der im Radio übertragen wird.
Ich bitte Euch, um zahlreichen Besuch dieser und aller kommenden Jubiläumsveranstaltungen. Im heurigen Jahr wollen wir unser Augenmerk aber auch verstärkt auf die Übung im Umgang mit der Waffe legen. Gerade die Erlaubnis, die Waffe zu tragen, hebt uns von der übrigen Bevölkerung ab. Daher ist es zwingend notwendig, dass wir mit der Handhabung der Waffe bestens vertraut sind und auch eine gewisse Schießfertigkeit nachweisen können. Die Bezirksschießreferenten werden Euch in Zusammenarbeit mit den Hegeringleitern zu Übungsschießen im Bezirk einladen. Ich hoffe, dass Ihr davon Gebrauch machen werdet. Wenn wir diese Form von freiwilliger Weiter - bildung – auch des Schießtrainings – annehmen, kommen wir denen zuvor, die eine gesetzliche Verpflichtung zum Schieß training fordern. Ich denke, wir sollten unsere Weiterbildung innerhalb des BLJV regeln und nicht aufschieben bis andere Personen gesetzliche Regelungen verlangen. Anfang Mai 2009 wollen wir als Funktionäre des BLJV mit gutem Beispiel vorangehen, einen Tag am Schießstand in Schattendorf verbringen und unsere Schießfertigkeit prüfen.
Ich wünsche Euch ein kräftiges Weidmannsheil zu Beginn des Jagdjahres, denn gemeinsam können wir Vieles bewegen, allein kann ich nur wenig davon erfüllen.
Euer Landesjägermeister DI Peter PRIELER