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Werte Weidkameradinnen und Weidkameraden!

Der Winter war aus meiner Sicht heuer wieder einmal so wie früher – Schnee über lange Zeit und auch Frost, der uns Jägern zu schaffen machte. Unsere Wildtiere kommen aber grundsätzlich damit gut zurecht.

Leider haben sich nur wenige aus dem Burgenland die Mühe gemacht und sind zur 16. Österreichischen Jägertagung nach Aigen gefahren, um die neuesten Informationen aus Wissenschaft und Praxis zum Thema „Wildtiermanagement“ zu hören. Sollte nicht ein erster guter Vorsatz sein, sich laufend weiterzubilden?

Am 20. Feber 2010 haben mich dann allerdings ca. 250 interessierte Jägerinnen und Jäger überrascht, da sie in die Eisenberghalle zu unserem Niederwildsymposium gekommen sind.

Neben einem fachlichen Einblick in die Niederwildbiologie standen die praktischen Umsetzungen in einem großen Versuchsrevier in Niederösterreich, aber auch die zehn Jahre Erfahrungen in einem burgenländischen Revier zur Diskussion, um zu zeigen, dass auch mit kleinen Mitteln, aber starkem Engagement der Jägerschaft, etwas zu erreichen ist. Die Möglichkeiten in der Niederwildhege durch die Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft zeigte ein Vertreter der Landwirtschaftskammer auf.

Auch die demnächst in allen Bezirken stattfindenden Hegeschauen und Bezirksjagdtage bieten die Möglichkeit, die Erfolge und Misserfolge des vergangenen Jagdjahres zu diskutieren und sich über die Tätigkeit des Burgenländischen Landesjagdverbandes im Bezirk und im Land zu informieren. Für alle Jägerinnen und Jäger sollte es Ehrenpflicht sein, diese Versammlungen zu besuchen, Informationen aus erster Hand zu erhalten und so öffentlich auch ein Bekenntnis zur Jagd zu geben. Neben dem offiziellen Teil stellt der Bezirksjagdtag aber auch einen beliebten Treffpunkt und eine Kommunikationsmöglichkeit der Jägerschaft dar.

Die Diskussion über den Waffengebrauch, aber auch der sachgerechte Umgang mit der Waffe stehen weiterhin im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Gerade die Erlaubnis die Waffe zu tragen, hebt uns von der übrigen Bevölkerung ab. Daher ist es zwingend notwendig, dass wir mit der Handhabung der Waffe bestens vertraut sind und auch eine gewisse Schießfertigkeit nachweisen können. Aus diesem Grund werden Euch die Bezirksschießreferenten in Zusammenarbeit mit den Bezirksjägermeistern und den Hegeringleitern zu Übungsschießen im Bezirk einladen. Ich hoffe, dass Ihr davon Gebrauch machen werdet. Wenn wir nämlich diese Form von freiwilliger Weiterbildung annehmen, dann kommen wir denen zuvor, die eine gesetzliche Verpflichtung zum Schießtraining fordern.

Ich denke, wir sollten unsere Weiterbildung innerhalb des Burgenländischen Landesjagdverbandes nach unseren Notwendigkeiten und Bedürfnissen regeln und nicht aufschieben, bis andere Personen gesetzliche Regelungen durchsetzen.

Auch dieses Jahr findet wieder Anfang Mai das Übungsschießen der Funktionäre des Burgenländischen Landesjagdverbandes statt. Diesmal werden wir uns am Schießstand in Pinkafeld treffen und die Handhabung mit der Waffe üben, aber auch unsere Schießfertigkeit prüfen. Nun, wie wäre es im neuen Jagdjahr mit guten Vorsätzen?

Weiterbildung heißt nicht unbedingt mit guten Traditionen zu brechen, sondern dort, wo neue Erkenntnisse gewonnen wurden, diese anzunehmen und Althergebrachtes zu überdenken und zum Wohle des Wildes und der Jagd zu ändern.

Bald lockt uns der Schnepfenstrich wieder aus dem Haus hinaus ins Revier. Die Tage werden länger, der Frühling steht bald vor der Tür und die Natur beginnt aus der Winterruhe zu erwachen. Zu Beginn des Jagdjahres, insbesondere für den traditionellen Schnepfenstrich, wünsche ich Euch ein kräftiges Weidmannsheil und zum anschließenden Schnepfenessen, das in vielen Jagdgesellschaften nach wie vor dazugehört, einen guten Appetit.

Euer Landesjägermeister
DI Peter PRIELER

Burgenländischer Landesjagdverband, Bahnstraße 43/2/8, A-7000 Eisenstadt
Telefon: 02682/66 878, Fax: 02682/66 878-15, E-Mail:info@bljv.at
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