So wird die Großtrappe erfolgreich geschützt Die letzten Jahre waren im Gebiet Parndorfer Platte-Heideboden aus Trappensicht ein voller Erfolg. Der Hauptgrund dafür ist die gute Zusammenarbeit von Jagd, Naturschutz und Landwirtschaft.
Landesrat Ing. Werner Falb-Meixner zur erfreulichen Entwicklung des Großtrappenbestandes: „Umfangreiche Schutzmaßnahmen führten nach einem jahrzehntelangen Bestandsrückgang zu einer Wiederbesiedelung von ehemaligen Brutplätzen. Der Bestand der Großtrappen ist zur Brutzeit sowohl auf der Parndorfer Platte als auch am Heideboden in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Auf der Parndorfer Platte von neun Tieren im Jahr 2003 auf bis 102 Individuen im Jahr 2009. Sie sind Teil einer grenzüberschreitenden Population Österreich- Ungarn-Slowakei von insgesamt rund 400 Trappen.“ Die Großtrappe ist ein Bewohner offener, ungestörter Landschaften. Die Hähne erreichen ein durchschnittliches Gewicht von 15 bis 17 kg und zählen zu den schwersten flugfähigen Vögeln. In Österreich kommt sie nur im Nordburgenland (Hanság sowie im Natura 2000-Gebiet Parndorfer Platte-Heideboden) und im nordöstlichen Niederösterreich (Marchfeld, westliches Weinviertel) vor. Auf der Roten Liste gilt sie als „vom Aussterben bedroht“.
In den letzten Jahren wurde der Lebensraum der Großtrappe im Europaschutzgebiet Parndorfer Platte-Heideboden deutlich verbessert. Wichtig ist die weitgehende Störungsfreiheit des großflächigen Europaschutzgebietes. So wird im Gebiet auf Tourismus gezielt verzichtet und von der ortsansässigen Bevölkerung, insbesondere den Landwirten und Jägern, vor allem zur Brutzeit jede unnötige Störung bewusst vermieden. Im Rahmen des österreichischen Umweltprogrammes wurden von mehr als 160 Landwirten bis zu 1.350 ha spezielle Trappenschutzflächen angelegt und bewirtschaftet. Der Burgenländische Landesjagdverband unterstützt das Projekt nicht nur finanziell, die Jäger sind auch aktiv am Monitoring beteiligt und melden entdeckte Brutplätze, um diese vor negativen Einflüssen zu schützen.
Zusätzlich wurden im Rahmen des österreichischen LIFE-Projektes „Großtrappe“ rund 14 km 20-kV-Mittelspannungsleitungen erdverkabelt und insgesamt 76,5 km Hochspannungsleitungen markiert. Dadurch wurde die Gefahr der Kollision von Großtrappen mit Freileitungen deutlich verringert.
„Für mich ist die Großtrappe ein Teil meiner Heimat. Ich bin als ehemaliger Obmann der österreichischen Gesellschaft für Großtrappenschutz sehr stolz über die positive Populationsentwicklung“, so Landesrat Ing. Werner Falb- Meixner.