Vorsicht Gift!
Ihr Hund hat Gift aufgenommen – was ist zu tun?
Nach Aufnahme von Gift suchen Sie mit Ihrem Hund unverzüglich einen Tierarzt
auf!
Geben Sie bereits am Telefon an:
Vorsicht!
Auf keinen Fall sollten Sie Ihrem Hund Milch oder Rizinusöl verabreichen, weil dadurch Gifte schneller vom Körper aufgenommen und gebunden werden. Sollte der Hund erbrechen, entfernen Sie sofort das Erbrochene, um durch Lecken eine erneute Aufnahme des Giftes zu verhindern. Hat Ihr Hund Säuren oder Laugen aufgenommen, sollte man ihn nicht zum Erbrechen bringen. Die Schleimhäute im Rachen und Fang werden ansonsten nochmals verätzt.
Klinische Erscheinungen
Das klinische Bild der Vergiftung resultiert aus den erkrankten Organen bzw. aus den erkrankten Organsystemen.
Giftnachweis
Zur Diagnose gehört der chemisch-physikalische Nachweis der Gifte. Nehmen Sie folgende Proben zu Ihrem Tierarzt mit:
Therapie bei Vergiftung
Vor jeder Behandlung steht die Diagnose! Eine Therapie verschleiert die Vergiftungserscheinungen und erschwert eine nachträgliche Diagnose.
Therapiemöglichkeiten
Giftentfernung
Giftneutralisation
Tierkohle führt im Körper zu einer Bindung des Giftes
und damit zu einer Neutralisation. Gleichzeitig wird ein Abführmittel
gegeben, um die gebundenen Giftstoffe rasch zu entfernen.
Bedenken Sie bei der Fütterung Ihres Hundes Nachstehend einige giftige Stoffe und Pflanzen und deren Wirkungen:
Die Verhütung von Vergiftungen ist ein Teil der Gesundheitssicherung!
BJM-Stv. Dr. Charlotte KLEMENT
Veterinärreferentin des BLJV