– eine Veranstaltung des BLJV im Rahmen der „Woche der Jagd 2010“ zum Thema „Hunde – Freunde, Helfer, Wegbegleiter“ am 3. Oktober 2010, in der „Werkstatt Natur“ in Marz. Landesjägermeister-Stellvertreter DI Peter Traupmann konnte bei diesem Info-Nachmittag zahlreiche Besucher begrüßen, u.a. die Ehrengäste LAbg. Bgm. Ingrid Salamon in Vertretung des Landeshauptmannes und LAbg. Christian Sagartz, BA in Vertretung des Landeshauptmann-Stellvertreters. Sein Gruß ging weiters an die Vortragenden wHR Mag. Sonja Windisch, Bezirksjägermeister-Stellvertreterin Dr. Charlotte Klement, OFö. Ing. Alexander Prenner und Landesjagdhundereferent Ing. Georg Oktabec sowie an die Vertreter der Polizeihundestaffel, Militärhundestaffel und der Suchhundestaffel des Österreichischen Roten Kreuzes; insbesondere aber an die zahlreich vertretenen Jagdhundeführer mit ihren Jagdhunden und die Veranstaltungsbesucher. Neben den Fachvorträgen mit viel Wissenswertem rund um den Hund, wie die lange gemeinsame Geschichte von Mensch und Hund, die gesetzlichen Rahmenbedingungen bei der Anschaffung und Haltung von Hunden und die gesundheitlichen Aspekte, gab es beeindruckende Präsentationen der verschiedenen Hundestaffeln und Jagdhunderassen mit aufschlussreichen Erläuterungen und Hinweisen, wie z.B.:
Jagdhunde sind bei den verschiedensten Jagdarten unverzichtbar, in dem sie das Wild suchen, finden und dem Jäger bringen oder zu ihm führen. So kann z.B. verletztes Wild rasch gefunden und von seinen Qualen erlöst werden. Wertvolles Wildbret bleibt erhalten! Aus all diesen Gründen, vor allem aber aus Gründen der Jagdethik sowie aus Respekt gegenüber der Schöpfung und der Natur, kommt der Jagdhund im Jagdbetrieb als Helfer zum Einsatz.
Welche Hunderassen zählen zur Militärhundestaffel? 90 % des Gesamthundebestandes der Militärhundestaffel in Österreich bilden die Rottweiler. Die Hunde werden in der höchsten militärischen Sicherheitsstufe zum Schutz von Gebäuden und Anlagen verwendet. Darüber hinaus werden auch deutsche und belgische Schäferhunde zu Spürhunden für Drogen und Sprengstoff ausgebildet, die präventiv im In- und Ausland eingesetzt werden.
Diese Hundestaffel hat es sich zur Aufgabe gemacht, verirrte und verschüttete Personen zu suchen – ob in unwegsamem Gelände oder nach Gebäudeeinstürzen. Die ehrenamtlichen Hundeführer und Helfer sind rund um die Uhr für hilfsbedürftige und vermisste Personen einsatzbereit.
Alle diese vorgenannten ausgebildeten Hunde sind Arbeitshunde, spezialisiert auf besondere Einsätze. Richtige Ernährung und regelmäßige Schutzimpfungen sind selbstverständlich, ebenso sind sie aber auch Voraussetzung für die übrigen in den burgenländischen Haushalten gehaltenen rd. 20.000 Hunde.
Eine wesentliche Entschärfung von Konflikten zwischen Naturnutzern, wie Wanderern, Joggern, Radfahrern und Jägern bringt eine Grundausbildung für Hundehalter in den bereits zahlreich vorhandenen Hundeschulen sowie das Einhalten einer sogenannten „Hausordnung in der Natur“. Den gesetzlichen Rahmen hiezu bietet im Burgenland das Landespolizeistrafgesetz. Darin wird die Gemeinde u.a. ermächtigt, allgemein oder im Einzelfall anzuordnen, dass Hunde außerhalb von Gebäuden und von ausreichend eingefriedeten Grundflächen oder an bestimmten Orten an einer Leine geführt und einen Maulkorb tragen müssen oder an bestimmten Orten nicht mitgeführt werden dürfen. Ausgenommen von dieser Leinenpflicht sind Hunde während ihres Einsatzes für Zwecke der öffentlichen Sicherheit, der Führung von Blinden, der Jagd und des Rettungswesens. Oberstes Prinzip muss dabei die Vermeidung von Störungen sein, wobei das Verständnis für die Natur ein wichtiger Punkt ist.
Wie bei allen Festen in der „Werkstatt Natur“ wurde ein buntes Kinderprogramm und eine Wildbretverkostung geboten Die musikalische Gestaltung erfolgte von der Jagdhornbläsergruppe Mattersburg-Rosalia.
Fotos von der Veranstaltung finden Sie unter „Fotos und Videos“.